Klimaschutz

Treibhausgase_DE

PALFINGER beschäftigt sich intensiv mit klimawirksamen Emissionen, die durch den eigenen Energieverbrauch entstehen, und nimmt nicht am Emissionszertifikatehandel teil. In die Berechnung mit einbezogen werden sämtliche Emissionen der PALFINGER Werke aus Erdgas, Diesel, Benzin, Kerosin, Flüssiggas, Butan, Propan und Kohle (Scope 1). Auch indirekte Emissionen aus dem Stromverbrauch und Fernwärme (Scope 2 „market based“) und Scope-3-Emissionen aus den vorgelagerten Aktivitäten der Energielieferanten werden mit berücksichtigt. Insgesamt verursachte PALFINGER im Jahr 2017 dadurch 72.533 Tonnen CO2-Äquivalente (Vorjahr: 78.194 Tonnen). Damit gelang es PALFINGER die klimawirksamen Emissionen vom Energieverbrauch zu entkoppeln: Denn während der Energieverbrauch produktionsbedingt stieg, konnten im selben Zeitraum die CO2-Emissionen reduziert werden.

Die Reduktion der absoluten Treibhausgase bedingt auch eine deutliche Verbesserung der CO2-Intenstität. Bezogen auf den Umsatz verbesserte sich der CO2-Index um 8,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Diese Verbesserung ist insbesondere auf Optimierungen in den Regionen EMEA und GUS zurückzuführen.

Zur Reduktion der klimawirksamen Emissionen trugen einige Initiativen bei PALFINGER bei: So wurde etwa der Umstieg auf Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen fortgesetzt. Während bereits im Jahr 2014 alle österreichischen Standorte auf „Grünstrom“ gewechselt hatten, wählten 2017 auch die beiden bulgarischen Standorte Cherven Brjag und Tenevo CO2-freien Strom. Auch der Standort Caussade (FR) bezieht seit Jahresbeginn 2017 Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energieträgern. Für 2018 sind weitere Maßnahmen geplant: In Lengau werden Dachflächen für Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wird geprüft, welche weiteren Flächen in der PALFINGER Gruppe für Photovoltaik-Nutzung geeignet sind.

 

Treibhausgase Index DE

Die Treibhausgas-Emissionen, die durch den Energieverbrauch an den Standorten der PALFINGER-Gruppe verursacht werden, stellen nur einen kleinen Teil der insgesamt bewirkten klimarelevanten Emissionen dar. Ähnlich zur umfassenden Energiebilanz wiegen auch hier die Emissionen in der vorgelagerten Lieferkette weitaus schwerer, insbesondere jene von Stahl. PALFINGER bezieht in erster Linie Stahl und Aluminium aus Europa, somit können die daraus bedingten Scope-3-Emissionen auf ungefähr 543.000 Tonnen CO2-Äquivalente geschätzt werden. Sie sind demnach knapp neunmal so hoch wie die klimarelevanten Emissionen durch den Energieverbrauch an PALFINGER Standorten.

PALFINGER geht davon aus, dass auch die CO2-Emissionen in der Anwendung der Produkte jene der PALFINGER Werke um ein Vielfaches übersteigen. Aufgrund der unterschiedlichen Produkte und Anwendungsmöglichkeiten können Klimaeffekte aus der Nutzungsphase aktuell nicht quantifiziert werden. Derzeit führt PALFINGER jedoch ein Projekt durch, in dem die Emissionen in der Produktanwendung im Kranbereich berechnet werden.

Darüber hinaus berichtet PALFINGER im Rahmen der CDP-Erhebung über Treibhausgas-Emissionen und Klimaschutzinitiativen. Bei Klimaschutzaktivitäten orientiert sich PALFINGER an den Science Based Targets. Es handelt sich dabei um eine Initiative für Unternehmen, die ihre CO2-Einsparungen in Einklang mit dem internationalen „2-Grad-Ziel“ bringen wollen. Über die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen wird bei PALFINGER auf Werksebene entschieden. Auf Gruppenebene wurde Ende 2017 das Ziel definiert, bis zum Jahr 2030 25 Prozent CO2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2015 einzusparen. Entsprechende Initiativen werden zentral koordiniert und unterstützt. Zusätzlich wurden die Emissionen im konzernweiten Monitoring mit einem fiktiven CO2-Preis von 30 EUR pro Tonne CO2-Äquivalente hinterlegt. Damit bereitet sich PALFINGER auf eine zukünftige Besteuerung von CO2 vor, die in einigen Ländern verstärkt auf der politischen Agenda steht.